Chronik

Es war einmal … zu einer Zeit im Odenwald, als Hüttenthal noch ein eigenständiges Dorf war und gerade einmal 382 Einwohner zählte. Von „Gebietsreform“ hatte hier noch niemand etwas gehört, und regiert wurde Hüttenthal vom ehrenamtlichen Bürgermeister August Scior. Zu dieser Zeit – man schrieb gerade den 11. Januar 1958 – trafen sich 17 junge Männer im „Gasthaus zur Schmelz“, um einem neuen Verein ins Leben zu rufen. Diese jungen Männer, welche an diesem Tag den Schützenverein Hüttenthal gründeten, verdienen es, hier namentlich genannt zu werden. Es waren dies – in alphabetischer Reihenfolge ...

  • Lothar Berger
  • Horst Haas
  • Rudolf Kessler
  • Heinz Kohlhage
  • Fritz Krämer
  • Friedrich Kübler
  • Wilhelm Menges
  • Albrecht Michel
  • Karl - Heinz Rein
  • Leonhard Rein
  • Georg Schmidt
  • Erich Schwöbel
  • Otto Schwöbel
  • Ewald Stork
  • Leonhard Walther
  • Willy Walther

Unterstützung erfuhren diese jungen Männer durch die Schützenbrüder aus dem benachbarten Ort Haisterbach, die ihre Erfahrungen in die Gründungsversammlung einbrachten und dem entstehenden Verein mit Rat und Tat zur Seite standen.

Acht Vorstandsmitglieder gaben sich Mühe, diesem Verein ein gesundes Fundament zu geben, was sich als gar nicht so einfach darstellte. Bereits nach einem Jahr wurde ein neuer Vorstand und zum Vorsitzenden der damals 21-jährige Helmut Scior gewählt. Unermüdliche Hilfe und Unterstützung erfuhr Scior nicht nur in der Anfangszeit durch den „Schmelzwirt“ Albrecht Michel.

Befanden sich die Vereinsräumlichkeiten anfangs mit nur zwei Schießständen im Keller des Gasthauses „Zur Schmelz“, so fand bereits im dritten Vereinsjahr der Umzug in die gegenüberliegende Bushalle statt, die als Sportstätte angemietet und umgebaut wurde.

Nach der Einweihung dieser neuen Schießanlage im Dezember 1960 standen den Schützen nun fünf Schießstände zur Verfügung. Aber auch das war nach kurzer Zeit zu wenig. Durch einen gekonnten Umbau im Jahr 1963 schaffte es der Verein, zehn Schützen gleichzeitig Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten zu geben.

1965 und somit sieben Jahre nach der Vereinsgründung erfolgte der Eintrag im Vereinsregister beim Amtsgericht in Beerfelden. Seit diesem Zeitpunkt durfte sich der Verein offiziell „SV Hüttenthal e.V.“ nennen.

Zum zehnjährigen Bestehen des SV Hüttenthal e.V. im Jahre 1968 wurde das Kreisschützenfest in Hüttenthal abgehalten, das trotz Grollen des Wettergottes zu einem vollen Erfolg wurde. In diesem Jahr wurde auch die bis dahin angemietete Bushalle von der Gemeinde Hüttenthal gekauft, so dass der Verein jetzt ein richtiges Schützenhaus sein eigen nennen konnte.

Es war dem Grunde nach letztendlich nur eine Frage der Zeit, dass auch die Schießhalle den veränderten Bedürfnissen nicht mehr entsprach. Disziplinen wie Armbrust, Sportpistole und Kleinkalieber erfreuten sich immer größerer Beliebtheit, ließen sich aber auf den vorhandenen Ständen nicht schießen. Die Wahl zwischen den vorhandenen Alternativen – Bau einer neuen Schießanlage oder sportlich in Abseits zu geraten – fiel deshalb nicht schwer. Die Gedanken einer neuen Schießsportanlage waren geboren.

Nachdem mehrere vorgesehene Standorte aus den verschiedensten Gründen abgelehnt wurden, entschloss man sich zum Bau einer vollkommen überdachten Anlage in der Ortsmitte. Für das Projekt, das mit 340.000 DM veranschlagt war, übernahm die Gemeinde Mossautal die Bauträgerschaft. Durch dieses Bauvorhaben, das in Eigenhilfe realisiert werden sollte und auch wurde, erhielten Skeptiker neues Öl in Ihr Feuer, was letztlich den Zusammenhalt im Verein nur stärkte.

War bei den Aus und Umbauten der alten Schießanlage hinsichtlich der Eigenleistung keine besondere Euphorie erkennbar, so war das Engagement sowohl der Vereinsmitglieder als auch der Freunde des Schützenvereins Hüttenthal anerkennenswert. Mehr als 10.000 Arbeitsstunden konnten die Mithelfenden bis zum Zeitpunkt der Einweihung ihrer neue Schießsportanlage aufweisen. Wenn auch das Engagement der/des Einzelnen recht unterschiedlich stark ausgeprägt war, so unterscheidet sich der Schützenverein Hüttenthal wohl kaum von anderen Vereinen: etwa die Hälfte der Arbeitsstunden wurde von nur fünf Mitgliedern erbracht.

Helmut Krämer der nach wie vor zum Motor des Vereins zählt, opferte allein nahezu 1.800 Stunden seiner Freizeit um dem Verein ein würdiges zu Hause zu geben. Auch Helmut Scior mit über 1.600 und Rainer Bär mit 1.200 eigennützigen Arbeitsstunden garantierten ein zügiges voranschreiten, dem bis dahin einzigartigen Projekts in der Geschichte des SV Hüttenthal, das für Luftgewehr, Kleinkaliber, Freie Pistole, 10 Meter und 30 Meter Armbrust, Gebrauchspistole, Schnellfeuerpistole und alle Hallenbogendisziplinen zugelassen wurde.

Nachdem am 2. Juni 1980 der Grundstein für die neue Schießanlage gelegt war, feierte man bereits am 29. September 1980 das Richtfest mit sehr mit sehr vielen Gästen. Als Lohn der aktiven Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung überschritt der Verein damals die magische Zahl von 100 Mitgliedern.

Im Oktober 1983 stand das bis dahin wohl bedeutendste Ereignis in Haus, konnte man doch das 25-jährige Vereinsjubiläum feiern. Schützenbrüder und Schützenschwestern der befreundeten Vereine sowie Freunde aus Politik und Wirtschaft bescherten dem Verein ein volles Haus, das damals zwar von innen gastfreundlich hergerichtet war, dessen Außenansicht aber noch erheblich zu wünschen übrig ließ, fehlte doch immer noch die seit langem versprochene Aufstockung der Sportanlage mit einer Turnhalle. Dem harmonischen Verlauf der Jubiläumsfeier tat dies jedoch keinen Abbruch. Das ordentliche Dach auf der Schießanlage erfolgte 1984 mit dem Bau der Mossautalhalle.

Freute sich der Verein nach 25 Jahren über mehr als 133 Mitglieder, so stieg diese Zahl in der Folgezeit auf 158 Mitglieder an. Neben dem Mitgliederzugang in den Schießsparten – und hier ein erfreulich überproportionaler Zugang bei den Nachwuchsschützen – sorgten die Wanderer für diese positive Entwicklung. Sie trugen den Namen des SV Hüttenthal wöchentlich weit über die Kreisgrenzen und zählen seit 1984 zum festen Bestandteil des Vereins. Die Jährlichen IVV Wandertage, die aus dem Veranstaltungsprogramm nicht mehr wegzudenken sind, locken regelmäßig 2500 bis 300 Wanderer aus nah und fern in den Mossautal Ortsteil Hüttenthal. Der Erlös aus den Wandertagen zählt zwischenzeitlich zu der wichtigsten Einnahmequelle um die Wirtschaftliche Existenz des SV Hüttenthal auch in Zukunft zu sichern.

Es war einmal … da freute sich ein junger Verein und mit ihm viele Vereinsmitglieder über errungene Erfolge. Wurden anfangs noch Vereinsmeister gefeiert und freute man sich wenig später über gewonnene Wettkämpfe oder Rundenwettkampfsiege, so gelangte der SV Hüttenthal in die Wettkampfsaison 1966/67 zu seinem ersten größeren Erfolg der auch über die Kreisgrenzen hinaus Beachtung fand: Die erste Luftgewehr Mannschaft stieg in die Gauklasse auf. Die Schützen, die von nun an weitere Anfahrtsstrecken zu den Wettkämpfen hatten, vertraten ihre Heimatgemeinde nun auch in den benachbarten Landkreisen das es auch in einem kleinen Odenwalddorf gute Schützen gibt, bemerkte man im Gau Starkenburg recht schnell: Die Luftgewehr Mannschaft des SV Hüttenthal wurde in der Saison 1967/68 Gaumeister und stieg im März 1968 in die Landesliga Süd auf. Auch wenn die Landesliga Zughörigkeit nicht auf Dauer angelegt sein sollte, wie sich am Ende der Wettkampfsaison 1970/71 herausstellte, so wusste man nun auch nördlich der Mainlinie wo Hüttenthal liegt. Nach drei Jahren in der Gauklasse fanden sich die Schützen zu Beginn der Saison 1973/74 in der Landesliga Hessen Süd wieder.

Der Schießsport wird einem Hüttenthaler in die Wiege gelegt, und so verwundert es nicht, da die Schützen außer bei den Rundenwettkämpfen in den verschiedenen Wettkampfklassen noch bei anderen Wettkampfveranstaltungen zu finden sind. Eine Mannschaft des Schützenvereins Hüttenthal nahm in der Saison 1973/74 erstmals am Richard-Karl-Frei-Gedächtnisschießen teil. Das Ziel, den begehrten Hessenpokal mit nach Hause nehmen zu können, war gar nicht so leicht zu erreichen. 17 Jahre mussten die Hüttenthaler warten ehe sie 1991 den Hessenpokal gewinnen konnten. Richtig turbulent wurde das Sportjahr 1981/82, das als das Erfolgreichste in die Geschichte des SV Hüttenthal eingehen sollte. Die erste Luftgewehr Mannschaft, die sich nun mehr seit acht Jahren erfolgreich in der Regionalliga Süd behauptete, stieg in die Hessenliga auf. Ein Erfolg, der offensichtlich animierte. Wie anders ist es zu erklären das die Hüttenthaler Mannschaft alle Gegner auf die Plätze verwies, um am Ende der Saison in die Oberliga West der Einfachheit halber einfach Bundesliga genannt, aufzusteigen. Über all den Ereignissen dieses Sportjahres standen jedoch die Erfolge eines Schützen dessen Namen seit her untrennbar mit dem Schützenverein Hüttenthal verbunden ist: Hans – Joachim Bessert holte sich mit der Nationalmannschaft der Armbrustschützen den Weltmeistertitel in Arosa/Schweiz. Dieser Erfolg sprach sich in seiner Heimatgemeinte wie ein Strohfeuer um. Und so verwunderte es nicht, dass ganz Hüttenthal auf den Beinen und zuletzt in der Schießsportanlage war, um den frisch gebackenen Weltmeister zu empfangen. Und damit die Hüttenthaler nicht aus dem feiern herauskommen ließ Bessy zwei Wochen später wieder zum Empfang einladen: Mit der 10 Meter Armbrust schoss er 387 Ringe und wurde Deutscher Meister in dieser Disziplin. Seine Erfolgsgeschichte sollte damit aber nicht beendet und vor allem nicht vollständig aufgezählt sein. Mit der Armbrust Nationalmannschaft wurde 1983 in Bad Homburg zum zweiten Mal Mannschaftsweltmeister.

Die erste Luftgewehr Mannschaft die sich über viele Jahre hinweg in der höchsten Wettkampfklasse behaupten und sich dort am Saisonende jeweils im vorderen Tabellen drittel etablieren konnte, musste sich nach 12 jähriger Zugehörigkeit in der Saison 92/93 aus der Oberliga West verabschieden. Doch Ehrgeiz und Leistung ließen die Schützen schon nach zweijähriger Abstinenz wieder in das Oberhaus des Schießsports zurückkehren. Dieses Mal sollte es aber nur ein kurzes Gastspiel gewesen sein, und so kehrte man 1995 in die Hessenliga zurück.

Das die Hüttenthaler Schützen nah wie vor zu den besten unseres Landes zählen, stellte sie in der Wettkampfrunde 1997 unter Beweis. 1997 wurden sie zum Rundenabschluss Tabellen Zweiter und schafften mit einer bravurösen Leistung beim Aufstiegswettkampf in Köln die Qualifikation für die 2. Bundesliga.

Über all diesen Erfolgen der Luftgewehrschützen darf man die positiven Akzente der anderen Schießsportdisziplinen nicht vergessen. So schießen die Kleinkaliber schützen in der Gauklasse, nachdem auch sie mehrere Jahre der Landesliga angehörten und in den Jahren 1988 und 1989 jeweils Landessieger wurden. Und auch die Pistolenschützen sind keine Unbekannten, gehörten doch auch sie einige Jahre der Kreisklasse an.

Für den Schützenverein Hüttenthal schossen in der Laufenden Wettkampfrunde 1998:

  • Thomas Weyrauch
  • Alfons Hock
  • Steffen Trautmann
  • Alexandra Hock
  • Werner Thomasberger
  • Karina Hofmann
  • Moritz Strüb
  • Hans Joachim Bessert
  • Benjamin Bessert
  • Roger Faatz
  • Hans Rotsch
  • Sieglinde Burkard Heilmann
  • Ewald Schäfer
  • Dieter Fleckenstein
  • Steffan Grenz
  • Wolfgang Scior
  • Sven Grenz
  • Reiner Seip
  • Heinrich Wolf
  • Kurt Siefert
  • Peter Gacki
  • Berthold Stay
  • Helmut Krämer
  • Helmut Berninger
  • Willy Krämer
  • Martin Krämer
  • Rainer Bär
  • Manfred Lüdtke
  • Steffen Heß
  • Wilfried Lautenschläger
  • Sascha Gerbig
  • Barbara Müller
  • Doris Janitschek
  • Ewald Schwöbel
  • Kurt Kaufmann
  • Günther Breitinger
  • Ralf Kaufmann
  • Fritz Baumann
  • Stefan Kaufmann
  • Helmut Stecker
  • Andreas Kaufmann
  • Ehrhard Kirchner
  • Erika Zack
  • Anneliese Kessler
  • Walther Körber
  • Reiner Hartmann

Es war einmal … die Erkenntnis, dass sich Investitionen in die Jugend auszahlen. Diese Erkenntnis fand man beim Schützenverein Hüttenthal, wie sich dem Protokoll bei der ersten Jahreshauptversammlung nach der Vereinsgründung entnehmen lässt, sehr früh. Nur ein Verein, der sich früh und intensiv um die Nachwuchsschützen bemüht, ist auf Dauer überlebensfähig. Und so wundert es nicht, dass sich seit eh und je ein Jugendwart der Jugendlichen annahm und ihnen in sportlicher und geselliger Hinsicht. Unterstützung gewehrte.

Wer mit Kindern und Jugendlichen Arbeitet und diese, sei es auch nur für eine begrenzte Zeit, betreut, weiß, dass das hüten eines Ameisenhaufens dagegen oft eine Leichtigkeit ist. In den Reihen des Schützenvereins Hüttenthal fanden auf jeden Fall kompetente und Nervenstarke Mitglieder, die diese schwierige Aufgabe übernahmen und nachweislich gut meisterten. Es kam nicht von ungefähr, dass der Verein zeitweise auf nahezu 30 Nachwuchsschützen zurückgreifen konnte. Auch die Freude der Jungschützen über erzielte Erfolg, deren lachen in geselliger Runde, der Zusammenhalt in der Mannschaft und der spürbare Teamgeist werden gerne als die Früchte erfolgreicher Jugendarbeit angesehen.

Mit Stolz blickt der Schützenverein Hüttenthal darauf zurück, das der spätere Deutsche – und Weltmeister Hans Joachim Bessert aus der eigenen Nachwuchsreihe hervorgegangen ist.

Es macht schon sichtlich Freude, wenn man den Schützennachwuchs im Verein beobachtet. Das Engagement und die kompromisslose Verbissenheit, Freude und Glückstränen, Wut und Ernüchterung, Streit und Versöhnung, und das alles innerhalb kürzester Zeit erlebt nur, wer mit Jugendlichen Arbeitet. Und es ist leicht, sich mit den jüngsten des Vereins über deren Erfolge zu freuen.

Die Investitionen des Schützenverein Hüttenthal in seine Zukunft sind Beachtens – und anerkennenswert. Wie wertvoll diese sind, umschrieb der Vereinsvorsitzende Helmut Scior in der Jahreshauptversammlung 1981 mit dem Satz: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“.

Es war einmal … noch gar nicht so lange her, da suchte ein Verein aus dem Mossauer Tal Kontakt zum Schützenverein Hüttenthal. Die Mossemer Dapper, ihres Zeichens ein Wanderverein, wollten wieder ihren IVV Wandertag durchführen, konnte eine solche Großveranstaltung mit ihrer eigenen Personaldecke aber nicht mehr bewältigen. Mit den Hüttenthaler Schützen fand man, wie sich schnell herausstellen sollte, einen kompetenten und verlässlichen Partner. Auch die Frage, ob man auf diesem Schützen eigentlich ungewöhnlichen Sektors künftig zusammen arbeiten wollte, stellte sich dem Grunde nach nicht. Schon 1982 fanden sich über 2000 Wanderer in der damals noch nicht vollständigen Schießsportanlage ein. Auch im folgenden Jahr klappte die Zusammenarbeit zu voller Zufriedenheit beider Vereine.

Es ergab sich gewissermaßen von selbst, dass der Schützenverein Hüttenthal die IVV Wandertage künftig in eigener Regie durchführen wird. Die IVV Nibelungen Wandertage waren geboren.

Obwohl der Wettergott überhaupt nicht mitspielte – es herrschte gelinde ausgedrückt, ganz einfach ein Sauwetter – fanden sich im Sommer 1984 bei strömenden Regen weit über 2000 Wanderer in Hüttenthal ein, um auf den zum Teil aufgeweichten Wegen 10 oder 20 Km zurück zu legen. Der Stimmung tat´s auf jeden Fall keinen Abbruch, Gäste und Veranstalter waren mit dem Verlauf vollauf zufrieden.

Gleich zu Beginn dieser in Eigenregie durchgeführten IVV Wandertage hatte der Schützenverein Hüttenthal für die zahlreichen Gäste gewissermaßen einen Bonbon parat: Als Auszeichnung für die Bewältigung der 10 oder 20 Km Strecke erhielten die Wanderer auf Wunsch die ersten Medaillen aus einer 12 Teiligen Serie mit Motiven aus der Nibelungen Sage. Wie sich schnell herausstellen sollte, wurden diese Medaillen zu einem heiß begehrten Sammelobjekt, und dies nicht nur bei den überdurchschnittlich stark vertretenen Amerikanischen Wanderfreunden. Fanden die Nibelungen Wandertage anfangs Ende Juni statt, führt diese für Ihn Größte Veranstaltung jetzt immer am letzten März oder ersten April Wochenende statt. An den Osterwochenenden verzeichnet der Schützenverein Hüttenthal mit über 3200 Wanderern jeweils den stärksten Zuspruch.

Von nichts kommt nichts, und so gingen und geh´n solche Erfolgen jeweils Aktivitäten voraus. Die Wanderfreunde des Schützenvereins Hüttenthal nehmen Jährlich mit durchschnittlich 40 Wanderern, davon viele auswärtige Wanderfreunde, an nahezu 60 Veranstaltungen anderer Wandervereine teil. Die hierbei zurückgelegten Wanderstrecken reichen, aneinander gereiht, zwischenzeitlich für eine fünfmalige Erdumrundung aus. Die freundschaftlichen Verbindungen, die bei diesen Veranstaltungen geknüpft werden, sind wertvoll und dauerhaft, wie die Beteiligung bei den Nibelungen Wandertagen eindrucksvoll bestätigt.

Als untrennbar mit den Wanderern verbunden galt seit je her der Blaue VW Bus, der an jedem Wochenende mit Leben gefüllt die Fahrt zu einer auswertigen Wanderveranstaltung antritt. Die dort, wo der Blaue VW Bus auftauchte, waren die Hüttenthaler Wanderer nicht weit. Da es diesen VW Bus schon Zeit bestehen der Wandergruppe gibt und er bereits bei der Anschaffung nicht mehr der Jüngste war, ist es letztendlich nur eine Frage der Zeit, wann ein Folgemodel seinen Dienst beim SV Hüttenthal antreten wird. Gegen eine weitere Dienstausübung wird nicht nur der TÜV etwas einzuwenden haben.

Wie wertvoll das Engagement der Wanderer für den Schützenverein Hüttenthal ist, zeigen die Erfolge bei den eigenen Nibelungen – Wandertagen. Der Erlös aus dieser großen und für den Verein wichtigsten jährlichen Veranstaltung, die nur durch die Tatkräftige Unterstützung der Mitglieder und Freunde des Schützenvereins zu Stande kommt, sichert das Finanzielle überleben des Schützenvereins Hüttenthal.

Es war einmal … da Gründeten 17 junge Männer einen Verein. War es das Bestreben, sich auf sportlicher Ebene mit anderen Vereinen zu messen, oder stand das Verlangen nach Geselligkeit und Vereinsleben an erster Stelle? Diese Frage wird heute nicht mehr einwandfrei zu Beantworten sein. Unterstellen wir ganz einfach, dass beides eine mit entscheidende Rolle gespielt hat, etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Für den Schützenverein Hüttenthal war es nicht sonderlich schwer, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Und so traf man sich bei anderen Vereinen ebenso gerne wie man diese im Vereinslokal und später in der eigenen Schießsportanlage begrüßte. Waren es die Wettkämpfe, die nicht immer verbissen mit einem Gegner ausgetragen wurden, oder Vereinsausflüge, die in romantischen Gegenden innerhalb und außerhalb Deutschlands führten. Immer blieben schöne Erinnerungen bei den Beteiligten zurück. Oder waren es die Maskenbälle in der Schießanlage oder das Bürgerschießen, das dem Schützenverein immer wieder ein volles Haus bescherte und mit denen er Kontakte zur Bevölkerung pflegte und festigte. Oder waren es Weihnachts-, Silvester-, Helfer- oder andere Feiern, an die sich Veranstalter und Gäste noch lange Zeit danach gerne Erinnern. Die Jahresberichte jedenfalls geben mit einem süffisanten Augenzwinkern jeweils in Andeutung preis, wann und wo es im vergangen Jahr am schönsten war. Wer dabei war, wird sich auch heute noch gerne, an die eine oder andere Begebenheit erinnern und alte Zeiten wieder aufleben lassen. Die Diskretion einerseits sowie der Umfang dieser Zeitschrift andererseits verbieten es, auf einzeln erinnerungswürdige Begebenheiten näher einzugehen.

Die Stunden, in denen sich Mitglieder und Freunde des Schützenvereins Hüttenthal treffen, um in zwangloser Runde beisammen zu sein, und miteinander zu reden, zu spielen oder Erinnerungen auszutauschen, auch um miteinander das eine oder andere Gläschen zu heben, auch wenn eines davon dann doch zu vielgewesen sein sollte, diese Stunden gehören zu einem Verein dazu wie die Pflichten und Rechte, die sich aus einer Vereinsmitgliedschaft ergeben. Der Schützenverein Hüttenthal lebt mit dem Sport und mit der Geselligkeit. Beides im rechten Lot gehalten ist wohl der Garant für ein dauerhaftes Bestehen des Vereins.

Es war einmal … die Zeit Dankeschön zu sagen. Dankeschön an Mitglieder, die sich bei der Gründung, beim Aufbau und der Fortführung, des Schützenvereins über ein normales Maß hinaus Engagiert und hierdurch wesentlichen Anteil daran haben, das der Schützenverein Hüttenthal in seiner heutigen Form präsentieren kann in Würdigung ihrer Verdienste um den Schützenverein Hüttenthal wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

1963 Eduard Michel
1964 Fritz Michel
1983 Albrecht Michel
1993 Fritz Kohlhage